Vorstellungsrunde :-)

In eigener Sache zu diesen Forum zu Augenprothesen, künstlichen Augen, Glasaugen Kunststoffaugen
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Patient81
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Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von Patient81 » Fr 21. Dez 2018, 17:42

Hallo Heidi,

herzlich willkommen erst einmal. Besänftigen kann ich dich zumindest insofern, dass du keine Panik haben brauchst.
Aber meine Frage, warum hast du dich nicht heute bei deiner Artzpraxis gemeldet und es geschildert? Denn das klingt nach einer dringlichen Unterschung und man hätte dich heute noch untersucht und gegebenfalls eine Überweisung verschrieben für die Klinik.

Jetzt bleibt dir natürlich immer noch die Option, eine Notfallnummer für Augenärzte zu wählen und dann dahin zu gehen. Kurzum, du musst nicht bis Januar warten. Und da wir keine Ärtze hier sind, würde ich dir vorschlagen, dass du die Nummer für die Notfälle anrufst. Zumindest wird man dir am Telefon auch weiterhelfen, besonders dann, wenn du die Aussage deines Ocularisten erwähnst.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Gruß

Patient81



Charlotte
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Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von Charlotte » So 23. Dez 2018, 22:38

Hallo ihr Lieben,

ich wünsche allen, die dies lesen, ein superschönes Weihnachtsfest!
Und dann uns allen einen guten Start in ein möglichst gesundes und glückliches Neues Jahr :) :) :) .

Liebe Grüße
Charlotte



hookyberlin
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Vorstellungsrunde

Beitrag von hookyberlin » Di 25. Dez 2018, 14:27

Hallo liebe Gemeinde,

zuerst einmal ein frohes Weihnachtsfest.

Ich heisse Jörg, bin 55 Jahre alt und arbeite als Webprogrammierer in Berlin

Meine Vorgeschichte:
Ich verlor 1980 bei einem Unfall beide Hände und das rechte Auge wurde verletzt. Durch eine OP wurde die Sehkraft wieder teilweise hergestellt. Es wanderten allerdings einige Glassplitter im Laufe der Zeit heraus, was sehr schmerzhaft war. Bis 2010 allerdings kam das scharfe Sehen und die Farbe zurück. Dann stiegt ab 2013 der Augendruck derart an, dass durch eine OP 2015 dies zwar behoben wurde aber das Sehen mit diesem Auge dann vorbei war. Mit der eingeschränkten Sehkraft nun nur mit einem gesunden Auge rechts konnte ich leben und mich arangieren. Es wurden allerdings Fäden bei dieser OP verwendet, die sich auflösen sollten, was sie nicht taten. Sie wanderten alle langsam heraus (was sehr schmerzhaft war) und einige wurden per OP entfernt. Der letzte Faden macht mir zur Zeit viele Probleme, da er schlecht zu fassen ist. Bei einer Überprüfung wurde festgestellt, dass auf diesem Auge (ohne Sehkraft) nun auch noch eine Netzhautablösung stattfindet. Mir wurde gesagt, dass das Auge nun schrumpfen würde, was sehr schmerzhaft werden würde und eine Therapie mittels Laser nicht mehr möglich sei und ich mich in 6 Monate bis 2 Jahre darauf einstellen müsste, dass das Auge entfernt werden muss. Zur Zeit bereitet mir der letzte Faden große Schmerzen, denn er sticht ununterbrochen und das auge ist sehr gerötet. Insbesondere bei der Arbeit am PC kann ich nur noch 2-3 Stunden/Tag arbeiten. Das Auge ist extrem lichtempfindlich geworden, auch bei Sonnenschein. Eine Entfernung des Fadens wurde mir aber erst in 2 Monaten in Aussicht gestellt. Doch die große OP der Enukleation kommt unweigerlich auf mich zu.

Ein weiterer Umstand, der alles komplizierter macht:

Doch ich habe noch ein ganz anderes Problem. Ich bin Ohnhänder, zwar mit einer Armprothese, aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen, wie ich damit die Augenprothese abends herausnehmen soll und morgens wieder einsetzen soll. Gibt es permanente Augenprothesen oder muss ich eine Augenklappe tragen?

Dann habe ich noch Fragen zum Implantat. Kunststoff oder Koralle oder Eigenfett. Habt ihr Erfahrungen dazu?

Und die wichtigste Frage, welche Klinik? Ich lebe zwar in Berlin, würde aber überall hinfahren, um die beste Klinik dafür zu bekommen.

Diese ganzen Fragen beschäftigen und belasten mich sehr. Ich habe Angst meinen Job (Web-Programmierer) zu verlieren. Wie lange dauert so eine OP? Und wie lange dauert die Versorgung mit der Augenprothese? Kennt ihr einen guten Okularisten? Gibt es Komplikationen mit dem Glasauge in tropischen Klimazonen?

Auf Tipps und Erfahrungen euerseits würde ich mich sehr freuen. Please help!

Gruß Jörg aus Berlin



Charlotte
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Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von Charlotte » Mi 26. Dez 2018, 11:15

Hallo Jörg,

erstmal ein großes Kompliment, wie du mit deinen Problemen umgehst!!!
Irgendwie wirken die eigenen Problemchen auf einmal so lächerlich klein...
Ich würde mir an deiner Stelle im Moment noch keine Sorgen um Schrumpfen und Schmerzen und Enukleation machen.
Wenn ein Arzt dir sagt, dass es "6 Monate bis zwei Jahre" dauern kann, dann ist das eine so vage Angabe, dass es vielleicht auch viel länger dauern kann.
Bei mir hat es Jahrzehnte(!) gedauert, bis das blinde Auge (ebenfalls mit Netzhautablösung) zu schrumpfen anfing und dann noch einmal sehr, sehr lange, bis die Schmerzen anfingen.
Also erstmal in Ruhe abwarten und schauen, dass der leidige Faden rauskommt.
Ich wünsch dir einen guten Start in ein hoffentlich problemfreies/ problemarmes Neues Jahr mit einem schmerzfreien Auge :) !

Liebe Grüße
Charlottde



hookyberlin
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Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von hookyberlin » Do 27. Dez 2018, 13:31

Hi Charlotte,

danke für die aufmunternden Worte.

Ich mache mir halt Sorgen, weil ich am 17.1. die Faden-OP habe und eigentlich am 20.1. für drei Wochen in die DomRep fliegen wollte, um Freunde dort zu besuchen. Die wohnen aber im Landesinnere und was passiert, wenn das Auge Probleme macht? Ich kann halt schlecht unterscheiden was der Unterschied von Reizungen durch den Faden zu Schmerzen durch den Schrumpfungsprozess ausmachen. Im Moment ist das Auge durch die Reizungen ständig sehr gerötet, schmerzhaft und sehr lichtempfindlich, leider auch am PC. Doch diese Umstände hatte ich schon früher bei Fadenwanderungen. Auch die Hornhaut soll sehr rau sein. Mehr fehlt die Differenzierung bzw. Symptomzuordnung. Auch will ich mir meinen Urlaub damit nicht verderben, denn es ist der erste seit dem tragischen Tod meiner Verlobten vor 5 Jahren. Manchmal sind die Prüfungen im Leben halt besonders hart.

Auch wenn der Schrumpfungsprozess noch in vielleicht nicht zu naher Zukunft liegt, so kommt er doch unweigerlich auf mich zu. Wäre es da nicht sinnvoll, das Auge noch vor dem Schrumpfungsprozess zu entnehmen, um optimale Bedingungen für das Transplantat und die Augenmuskeln zu haben, als zu lange zu warten. Was meinst Du?

Gruß Jörg



hookyberlin
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Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von hookyberlin » Do 27. Dez 2018, 13:48

Ach ja, da habe ich noch etwas vergessen!

Euch allen hier möchte ich ein großes Kompliment machen, erstens weil ihr dieses Forum führt und zweitens durch eure liebenswerte und nette Art hier Aufklärung zu betreiben, Ängste zu mildern und mit Ratschlägen und Tipps uns das Leben erträglicher macht.

Schön, dass es Euch gibt!

Gruß Jörg



Charlotte
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Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von Charlotte » Do 27. Dez 2018, 21:15

Hallo Jörg,

du bist mit deiner Geschichte genauso wichtig fürs Forum wie die anderen, die das alles schon hinter sich haben.
Wenn nichts Neues mehr dazu kommt, schläft das Forum ja irgendwann ein ;) ;) ;) .
Und ich finde auch, dass das Forum eine riesengroße Hilfe ist!!!

Für deinen Urlaub würde ich mir gar keine Sorgen machen.
Wenn am 17. 1. der leidige Faden rauskommt, müsste das Auge eigentlich ganz schnell heilen und schmerzfrei sein, weil dann ja kein Fremdkörper mehr drin ist.
Und wenn du genügend Augensalbe bzw. Tropfen mitnimmst, spricht doch nichts gegen einen Urlaub in der DomRep.
Zur Not gibt es ja auch dort Augenärzte, die dich mit Medikamenten versorgen könnten.
Ich halte es für ganz, ganz unwahrscheinlich, dass dein Auge innerhalb der drei Wochen Urlaub so stark schrumpft und Schmerzen macht, dass es sofort operiert werden müsste.
Lies mal im Forum nach, wie viele von uns über mehrere Jahre Schmerzen hatten, ehe sie sich für die Enukleation entschieden haben.
Und trotzdem sind sie jetzt mit Implantat und Augenprothese zufrieden bzw. so wie ich mehr als zufrieden.
Ich würde auch gar nicht schon "vor dem Schrumpfungsprozess" an eine OP denken.
Vielleicht hast du ja noch 10 oder 20 Jahre Ruhe, vielleicht sogar bis zum Lebensende???
Ärzte haben sich doch schon oft genug geirrt, besonders wenn sie Prognosen abgeben....
Und wenn nicht, dann kannst du dich in aller Ruhe für die OP entscheiden.
Im Übrigen würdest du wohl kaum einen Arzt finden, der dein Auge "vorsichtshalber" entfernt, noch ehe es Probleme macht.

Ich finde, nachdem das Leben so hart mit dir umgegangen ist, hast du einen superschönen Urlaub (mit einem schmerzfreien Auge) mehr als verdient!!!

Ich wünsch dir einen guten Start in ein besonders gutes Neues Jahr!

Charlotte



Diana.d
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Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von Diana.d » Sa 5. Jan 2019, 20:03

Hallo zusammen.

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.
Seit einiger Zeit lese ich hier schon in Forum sämtliche Beiträge und bin wirklich froh, dass es Menschen gibt die offen mit ihren Problemen und Sorgen umgehen und natürlich ihre Erfahrungen zu diesem Thema teilen. Mir persönlich habt ihr schon etwas Mut gemacht ohne es zu wissen. :) Danke dafür.
Das vorab. Nun möchte ich mich natürlich erstmal vorstellen.
Mein Name ist Diana und ich komme aus NRW. Ich bin 39 Jahre alt und habe am 28.01.2019 meinen Termin zur Eviszeration.

Zur Vorgeschichte:
Mit 6 Monaten kam ich als Frühchen auf die Welt. Danach sofort in den Brutkasten. Probleme mit dem rechten Auge hatte ich schon immer. Leider hat man bei mir damals nicht bemerkt das ich Löcher in der Netzhaut hatte.
So hat man es versäumt mich frühzeitig zu operieren. Sehen auf dem rechten Auge konnte ich noch nie richtig. Für mich damals völlig normal. So war ich doch in jungen Jahren in regelmäßigen Abständen beim Augenarzt.
Ich hatte eine Brille bekommen und so blieb es erstmal.
Im Teeniealter wurden die Besuche beim Augenarzt weniger.
Erst richtig los ging es, als ich meinen Führerschein machen wollte und hierfür ein komplettes Gutachten benötigte.
Ich war damals bei einem anderen Augenarzt, der mich dann zur Uniklinik überwiesen hatte.
Mehrfach wurde ich dann dort operiert, Silikonöl ins Auge, Linse zertrümmert, komplette Netzhaut rechts abgelöst und versucht diese wieder dran zu lasern. Leider ohne Erfolg. (Ich hoffe ich habe alles noch richtig in Erinnerung. Entschuldigt wenn ich das nicht ganz fachlich benennen kann).
Nun ja, seitdem war ich dann komplett Blind auf dem Auge. Da die Netzhaut sich abgelgelöst hat und seitdem zusammengerollt hinter meinem Auge herumschwimmt. Oft hat dies zu Entzündungen geführt, weil sich dort etwas befindet was dort nicht hingehört.
Oftmals habe ich auch von Ärzten gehört, ich solle mein Auge entfernen lassen. Jedesmal war ich ziemlich geschockt und habe ganz oft geweint. Warum entfernen? Ich hatte Schmerzen, die auszuhalten waren. Auch optisch sah alles halbwegs normal aus. Ok die Pupille war nicht mehr ganz rund und etwas größer, aber bei braunen Augen ist es nicht ganz so doll aufgefallen. 20 Jahre lang war alles ok, bis mein Vater dann an Krebs erkrankt ist. Das war im Sommer 2016. Ich habe ihn ein Jahr lang auf seine schwere Reise begleitet. Es war sehr, sehr schlimm und traurig. Im Sommer 2017 ist er dann letztendlich von uns gegangen. :cry:
Kurz vor seinem Tod fing mein Auge schon an mir Probleme zu bereiten. Vermehrt schmerzen. Risse in der Hornhaut und ein heller Punkt auf der Iris, der sich bis heute vergrößert hat, so dass mein ganzes Auge eigentlich eine hell Bernsteinfarbene Farbe angenommen hat. Mein Augendruck steigt auch immer weiter und bevor das Auge nun eventuell zu schrumpfen beginnt, oder mein gesundes Auge erkrankt, stimmte ich meinem Professor zu und habe einen Termin gemacht.
Vorgeschlagen hat er mit die Eviszeration.
Nun bin ich natürlich sehr aufgeregt und habe auch Angst...
Wie wird es ablaufen, wie stark sind die Schmerzen? Wie klappt es hinterher mit der Prothese? Sind die Schmerzen die ich jetzt habe später weg und natürlich die Frage, wie sehe ich danach aus? Bewegt sich das Auge mit? Ich habe natürlich schon sehr viel gelesen und im Netz nach Erfahrungen gesucht, aber jeder Fall ist anders und mir bleibt wohl nichts anderes übrig als abzuwarten, wie es bei mir läuft.

Habt ihr vielleicht noch Infos oder Tipps für mich?

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und alles Gute.
Liebe Grüße. Diana.



Charlotte
Beiträge: 140
Registriert: Do 1. Mär 2018, 18:17

Re: Vorstellungsrunde :-)

Beitrag von Charlotte » Mo 7. Jan 2019, 17:26

Hallo Diana,
herzlich willkommen im Forum!
Schön, dass du jetzt nicht nur liest, sondern dich auch selbst meldest!

Mit der Eviszeration, die bei dir gemacht werden soll, haben die meisten von uns wohl keine Erfahrungen.
Ich musste mich auch erst mal schlau lesen, und eigentlich klingt das alles ja richtig gut:
Die Hülle des Augapfels bleibt bei dieser OP erhalten mitsamt Augenmuskeln.
Als Ersatz kommt ein Implantat in die leere Hülle und darauf dann die Prothesenschale.
Die Beweglichkeit müsste eigentlich deutlich besser sein, als nach einer Enukleation, weil die Augenmuskeln ja nicht betroffen sind.
Also gute Chancen auf ein super Ergebnis!
Und auch die Schmerzen nach der OP dürften gar nicht so schlimm sein, weil ja nicht das ganze Auge entfernt wird.
Wobei die Schmerzen nach der OP sowieso schnell verschwinden.
Ich finde du hast prima Aussichten auf ein schmerzfreies Auge, das aussieht wie dein gesundes Auge und das sich wahrscheinlich ganz passabel mitbewegt.
Dass du trotzdem Angst vor der OP hast, ist total normal - hatte wohl jeder von uns, ich auch ganz gewaltig sogar :( :cry: :? ...
Aber jetzt bin ich nur noch froh, dass ich keine Schmerzen mehr habe und optisch ist es auch um Längen besser, trotz nur geringer Beweglichkeit.

Wäre schön, wenn du uns auf dem Laufenden hälst, wann dein OP-Termin ist und wie es dir geht.
Liebe Grüße

Charlotte



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