Augen-OP

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Charlotte
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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Mo 14. Mai 2018, 19:15

Hallo Vicky,
bin gespannt, was dein Okularist zum tränenden Auge gesagt hat.
Hast du eigentlich gleich als erstes ein Acrylauge bekommen? Und bleibt das schon endgültig drin oder wird nach einiger Zeit ein neues angepasst, wenn sich die Augenhöhle nach der OP noch weiter verändert hat?
Ich hoffe du bist weiter so zufrieden wie bisher!
Liebe Grüße
Charlotte



Charlotte
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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Do 17. Mai 2018, 22:18

Hallo,
ich bin`s schon wieder - diesmal mit der tollen Nachricht, dass ich heute meine erste "richtige" Prothese bekommen habe.
Und es sieht super-super gut aus!!!
Endlich zwei gleiche Augen und beide schauen geradeaus!! So gut hab ich schon ewig nicht mehr ausgesehen :D :D :D
Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin! Mein Okularist hat wirklich gute Arbeit geleistet.
Jetzt ist auch ein bisschen Beweglichkeit da, zwar nichr viel, aber immerhin etwas. Und mit meinem alten Auge war die Beweglichkeit ja auch nicht so toll, weil es immer nur zur Nase geguckt hat. Ich bin da also nicht verwöhnt.
Ich bin so froh, dass ich in dieses Forum gefunden habe. Ich glaube, wenn ihr mir nicht so toll Mut gemacht hättet, dann würde ich noch heute grübeln, ob ich soll oder lieber doch noch nicht...
Deshalb ein ganz großes Dankeschön an Udo, Olga, Marcy und alle anderen, durch die ich Mut bekommen habe!
Liebe Grüße an alle
Charlotte



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Bits&Bytes
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Re: Augen-OP

Beitrag von Bits&Bytes » Fr 18. Mai 2018, 16:15

Liebe Charlotte,

schön, dass ich der erste bin, der Dir an dieser Stelle zum guten optischen und funktionalen Ergebnis gratulieren kann. Ich freue mich wirklich sehr, dass es so positiv ausgegangen ist. :D
Man kann ja immer nur von seinen eigenen Erfahrungen berichten und im ungünstigsten Fall ist das dann bei dem User, der das noch alles vor sich hat, nicht so easy und problemlos. Umso mehr freut man sich dann, wenn alles gut geworden ist.

Mit der Beweglichkeit muss das noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, es sei denn es wären schon die Augenmuskeln betroffen, durch die OP oder schon früher.
Vermutlich hast Du zunächst auch (nur) eine einwandige Prothese erhalten. Nach ca. 3 Monaten und dem (fast) kompletten Abschwellen, erhält man dann üblicherweise noch einmal eine neue Prothese, die dann eventuell doppelwandig sein kann, also dicker ist und so die Orbita noch besser ausfüllt.

Kannst Du Dein Auge (ohne zu kneifen) über der Prothese komplett schliessen ? Das wäre optimal, damit nichts austrocknet, bzw. der Tränenfilm reissen kann.

Jetzt denke ich, kannst Du den Trip nach Holland beruhigt und ohne Hektik nachholen.

Weiterhin alles Gute für Dich und ich hoffe, dass Du ein aktives Mitglied in diesem Forum bleibst um auch anderen neuen Usern von Deinen positiven Erfahrungen zu berichten.

Viele Grüße und ein herzliches Glückauf aus dem schönen und zur Zeit sonnigen Bochum :geek:

Udo


Man weiß nie wie stark man ist, solange bis stark zu sein die einzige Wahl ist, die man noch hat.

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Marcy
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Re: Augen-OP

Beitrag von Marcy » Fr 18. Mai 2018, 22:20

Liebe Charlotte,

es freut mich sehr, dass du mit deinem neuen Auge so zufrieden bist! Du bist mit deinem Erleben ein weiteresPositiv-Beispiel im Forum ;-).

Ich wünsche dir einen baldigen, wunderschönen Urlaub!

Liebe Grüße
Marcy



Vkcky
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Re: Augen-OP

Beitrag von Vkcky » Sa 19. Mai 2018, 21:08

Hallo Leute. Danke für eure Antworten. Ich war beim Ocularisten. Er hat sich das ganze angeschaut, und mir erst mal einen neue grössere Prozess eingesetzt. Also Kunstauge. Er kann sich das im Moment aucb nicht erklären, bemüht sich aber sehr herauszufinden woran es liegen kann, ich soll mich dann nächste Woche noch mal melden und berichten ob es besser geworden ist. Dazu kann ich nur sagen ,der starke Tränenfluss ist zwar weg, aber im Auge sammelt sich immer noch Feuchtigkeit ,so das ich immer aussehe als ob ich Weine und Tränen in den Auge Hab. Allerdings sagte der Ocularist auch, das bei mir noch nicht alle Fäden weg sind, er könnte sehen das da noch welche sind, und ganz abgeheilt ist es ja auch noch nicht. Es ist auch morgens noch sehr verkrustet. Ich nehme es nun öfter raus in säubern es. Jetzt bildet sich auch tagsüber immer so ein komischer Schleim auf dem Auge, so gelartig, manchmal durchsichtig, manchmal gelblich. Das wische ich dann mit einem Watgepad immer von oben nach unten aus dem Auge raus. Musste heute nach 5 Tagen, das nun grössere Auge was er mir Montag neu gemacht hat, rausnehmen da es auf einmal starke Reizungen unter dem oberen Lid verursacht, Gottseidank hat er mir das erstere kleinere mit gegeben, das heb ich heute reingemacht, und der Reiz ist weg. Herr Leipold, hat mir auch erklärt, das es drei verschieden Stellen im Auge gibt, die den Tränenfluss beinträchtigen. Solkte sich da nun nicht bessern muss ich noch mal zur Augenärtztin. Ich kann jetzt erstmal abwarten und schauen woran das liegen kann. Muss vielleicht auch erst noch ganz abheilen, dauert ja in der Regel bis zu 3Monaten. Ist ja nun auch erst gerade 5Wochen her. Ich bin geduldig, und warte ab. Mir geht es gut, ich komme gut klar, hab keine Schmerzen mehr, die Lichtempfindlichkeit ist vollends verschwunden. Ich sehe wieder gut aus, und hab ein super gutes neues Lebensgefühl. Das ist doch wichtig. Alles andere wird sich geben. Hoffe Euch geht es aucb so. Wünsche ein schönes Pfingstfest. Und Danke für eure Antworten.



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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Sa 19. Mai 2018, 23:50

Hallo Udo und Marcy,
ich danke euch für´s Mitfreuen!!!
Du hast Recht Udo, es ist eine einwandige Prothese und nach 3 Monaten kommt dann die nächste, vielleicht doppelwandige.
Mein Okularist will nach und nach in kleinen Schritten zur endgültigen Prothese kommen.
Das Ende der Fahnenstange ist also noch nicht in Sicht ;)
Ohne Zukneifen kann ich das Auge nicht ganz schließen, ein kleiner Spalt bleibt offen. Und ich versteh das überhaupt nicht.
Das Auge ist doch noch etwas kleiner als mein gesundes Auge und an den Augenlidern hat sich doch nichts geändert :?
Aber egal, jetzt warte ich mal ab, wie es sich weiter entwickelt. Und über ein späteres Acrylauge kann ich immer noch nachdenken.
Im Moment freue ich mich jedes Mal wenn ich in den Spiegel schaue (und denke ich hätte es schon viel füher machen sollen...)
Ich wünsche euch sonnige Pfingsttage - mit lieben Grüßen
Charlotte



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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » So 20. Mai 2018, 00:00

Hallo Vicky,
meine OP ist nun auch schon 4 Wochen her und bei mir sind auch noch Fäden zu sehen.
Scheint also normal zu sein, dass die sich erst so spät auflösen.
Vielleicht wird das Problem mit Tränen und Schleim im Auge ja besser, wenn die letzten Fäden weg sind.
Das wünsch ich dir auf jeden Fall!
Liebe Grüße und schöne Pfingsten :)
wünscht dir
Charlotte



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Bits&Bytes
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Re: Augen-OP

Beitrag von Bits&Bytes » So 20. Mai 2018, 07:14

Hallo Charlotte und Vicky,

Ihre erinnert mich beide an den Thread-Titel einer Userin im Glaukom-Forum "Jetzt ist mein rechtes Auge raus - und ich freue mich auf mein neues Aussehen".

Wirklich toll, dass es sich auch für Euer eigenes Empfinden so verbessert hat, ich nehme an Ihr bekommt auch entsprechendes Feedback von Euren Angehörigen und sonstigen Mitmenschen ?!

Bei mir war das Aussehen mit dem blinden Auge vorher eigentich OK gewesen, ich hatte nur keinen Bock mehr auf die Schmerzen gehabt. :( :)
Wenn ich ehrlich bin hat mein Aussehen nach der OP eher gelitten, da ich seitdem dort einen wohl permanenten Oberlidsulcus habe, fällt aber kaum auf, da ich ständig eine Brille trage. Habe mich damit arrangiert und eine weitere OP käme nur dann in Frage, wenn es dazu kommen würde:

"Das Post-Enukleations-Socket-Syndrom (PESS) ist klinisch durch Enophthalmus und tiefen Oberlidsulcus, gegebenenfalls sekundäre Ptosis sowie später Verkippen der Prothese nach hinten mit zunehmender Luxationstendenz über das Unterlid gekennzeichnet". (Zitat aus 'Der Augenspiegel').,

Vicky, ich denke auch die relativ kleinen Nach-OP-Probleme werden sich bald geben und der Vergangenheit angehören. Denke auch das viele, die hier still mitlesen, von Euren (im großen und ganzen) positiven Erfahrungen profitieren können.

Wünsche allen schöne, sonnige Pfingsttage

Udo


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Vkcky
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Re: Augen-OP

Beitrag von Vkcky » So 20. Mai 2018, 17:35

Hallo. Charlotte und Udo. Ja ich denke auch ,das sich das alles noch gibt. Danke Charlotte, für deine Aufmunterung. Udo, bei mir war es so, das mein Auge leider sehr entstellt war, da kein ,oder nur seeeehr wenig Kammerwasser vorhanden war, ist es unterversorgt gewesen und mit der Zeit immer mehr geschrumpft, es war zum Schluss gar nicht mehr zu sehen ,so zu war es. Jetzt sieht es natürlich optisch genauso aus wie mein linkes Auge und wie früher. Die Resonanz ist wirklich sehr groß. Alle ,ausnahmslos alle Freunde Bekannte sagen, es sieht super toll aus, und man merkt es nicht, das es künstlich ist. Das ist natürlich sehr schön. Ich hoffe, das es allen anderen auch so beht und das ich denen die noch davor stehen, Mut machen kann. Ich kann wirklich nur sagen, zögert nicht, macht es. Ihr werdet es nicht bereuen! Wünsche allen viel Glück und Freude, die es schon hinter sich haben und Mut denen die es noch vor sich haben. LG. Vicky.



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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Mo 21. Mai 2018, 08:21

Hallo Udo,
Du hast an Ninfa mit ihrem Thread "Ich freu mich auf mein neues Aussehen" erinnert. Der hat mich damals total beeindruckt.
Sie hatte doch auch einen störenden Sulcus und ihn mit irgendeiner Knetmasse selbst ausgefüllt (und haufenweise Kritik geerntet!), um dem Okularisten zu zeigen wie sie sich die Prothese wünscht. Ich meine, bei ihren Bildern mit dem Acrylauge war kein Sulcus mehr zu sehen?
Kann es nicht sein, dass mit einem Acrylauge alles so passgenau ausgefüllt wird, dass damit auch ein Sulcus vielleicht nicht weg aber vermindert ist?
Aber vielleicht war das bei ihr ja auch gar nicht so ausgeprägt.
Ich werde nach den guten Erfahrungen,die Ninfa und Olga mit ihrem Acrylauge gemacht haben, in einem Jahr wohl einen Versuch mit Acryl machen, um zu schauen, ob die Beweglichkeit damit besser ist.
Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass dein Sulcus wenn er denn schon permanent sein muß, auch wirklich permanent bleibt und die Verschlechterung von der du sprichst nie eintritt !!!
Manchmal ist Google ja auch gemein, weil er einem Sachen sagt, die nie eintreten und sich trotzdem im Kopf einnisten ;)
Liebe Grüße und einen schönen Pfingstmontag!
Charlotte



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Bits&Bytes
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Re: Augen-OP

Beitrag von Bits&Bytes » Mo 21. Mai 2018, 09:16

Hallo Charlotte,

ja richtig, ich habe Ninfa's Thread zitiert, den ich in meiner Vor-OP-Zeit, wie vermutlich die meisten hier, regelrecht verschlungen hatte.
Wie es momentan aussieht, wird der Sulcus nicht tiefer, manchmal habe ich sogar den Eindruck er würde sich sogar wieder schliessen können, aber das ist nach jetzt gut über einem Jahr nach Enu sehr, sehr unwahrscheinlich geworden.

Eine optische Korrektur über die Prothesenanpassung denke ich, da gebe ich Dir Recht, wäre vermutlich eher mit Kunststoff zu machen, würde das aber auch nie komplett ausfüllen können.

Ist aber wirklich kein Drama für mich, verstehe aber das Marcy die Unterfütterung des Sulcus mit Eigenfett hat machen lassen. Männer müssen ja nicht schön sein, sondern sollen Charakter haben :D

Mir geht es auch mit Sulcus sehr gut, keine Schmerzen mehr, Blendempfindlichkeit ist weg und wie gesagt fällt optisch kaum auf, da der obere Brillenrand sozusagen die Furche verdeckt. Mich hat noch niemand auch nur darauf angesprochen (auch keine Kinder, die wirklich kein Blatt vor den Mund nehmen), das da was komisch aussieht :)

Wenn die erneute Anpasssung mit Glas nach drei Monaten bei Dir keine ausreichende Beweglichkeit bringt, ist ein Acrylauge, durch die Möglichleit der exakteren Einpassung, vermutlich wirklich die Prothese der Wahl für Dich.

Bist Du eigentlich Brillenträgerin ? Wenn nein, solltest Du trotzdem darüber nachdenken Dein gutes Auge mit einer Kunststoffbrille zu schützen. Das ist z. B. im losteye-Forum die oberste Pflicht aller monokular sehenden User, den Ratschlag erhält dort jeder Newbie :mrgreen:

Euch weiterhin alles Gute und bleibt bitte gesund.

Udo

PS: Habe gerade eine Gürtelrose im Lendenwirbelbereich hinter mir, die ich für einen Bandscheibenvorfall hielt. Wer hätte gedacht, dass eine Gürtelrose die Symptome einer Ischiasis haben könnte :o


Man weiß nie wie stark man ist, solange bis stark zu sein die einzige Wahl ist, die man noch hat.

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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Mo 21. Mai 2018, 18:47

Oh ja Udo,
Gürtelrose kann verdammt schmerzhaft sein!!! Blöderweise oft dazu auch noch langwierig - ich wünsch dir, dass die Schmerzen nachlassen und alles so schnell wie möglich abheilt!
Und übrigens: nicht nur beim Mann ist Charakter wichtiger als äußere Schönheit... ;) ;) ;)
Zum Thema Brille: ja, ich habe seit einiger Zeit eine Brille. Ich hatte jahrelang gedacht, dass mir auch ohne Brille nichts passiert - bis ich mir im Garten einen Zweig ins gesunde Auge gerammt habe, Hornhaut kaputt bis auf die unterste Membran, eine Woche Verband, totale Blindheit, dann langsam Heilung ohne irgendeinen Folgeschaden - uff - Thema Brille seh ich seitdem anders!
Viele liebe Grüße - und werd gesund!
Charlotte



katja
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Re: Augen-OP

Beitrag von katja » Di 22. Mai 2018, 21:54

Hallo CHarlotte,
zurück vom Wandern hab ich gleich alle neuen Kommentare gelesen und freue mich riesig, dass die neue Prothese nun schon so toll sitzt.
Wie Udo bereits sagte, da steht dem Holland Urlaub nichts mehr im Wege und das Wetter ist ja genial.
Meinem Auge hat das Wandern gut getan. Vielleicht lag es an der körperlichen Anstrengung? Oder dass ich einfach nicht dran gedacht habe?
Wer weiss.
Liebe Grüsse, Katja



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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Mi 23. Mai 2018, 11:41

Hallo liebe Katja,
wie schön, dass du wieder da bist :D !
Toll, dass dir und deinem Auge das Wandern so gut getan hat. Und es war ja auch traumhaftes Wanderwetter!
"Nicht daran denken" klappt übrigens auch bei der Prothese sehr gut. Die meiste Zeit merke ich gar nichts mehr, nur meine Lidränder werden zum Abend hin immer noch dick. Ich werde meine Augenärztin noch mal draufschauen lassen.
Zum Thema Enukleation wurde mir damals als ich noch schmerzfrei war das Gleiche gesagt wie dir: "Jetzt noch nicht. Man macht diese OP erst, wenn das Auge Schmerzen macht".
Ich weiß noch, dass ich damals mit meinem Aussehen so unzufrieden war, dass ich mir die Schmerzen fast herbeigewünscht habe.
Naja, die sind dann ja auch gekommen, waren noch gut auszuhalten, aber ich wußte auch, dass sie nicht besser, sondern schlimmer werden.
Nach meiner ersten Überlegung "jetzt endlich die OP!" kamen aber auch gleich wieder Zweifel "was kommt da auf mich zu? Gibt`s hinterher vielleicht mehr Probleme als vorher?" Ohne die Hilfe im Forum hätte ich mich sicher nicht so klar für die OP entscheiden können.
Im Nachhinein denke ich, ich hätte es schon längst machen sollen, ohne auf die Schmerzen zu warten. Ich kann endlich wieder mit beiden Augen geradeaus schauen, beide Augen sehen gleich aus, und die geringere Beweglichkeit nehme ich gerne in Kauf.
Die Entscheidung "OP immer erst bei Schmerzen" stelle ich jetzt mal in Frage. Aber es hängt wohl ganz stark davon ab, wie sehr man unter der Optik leidet. Und natürlich muß das Auge unwiederbringlich funktionslos sein.
Die Meinung der Augenärzte ist eben rein medizinisch begründet - und jeder muß für sich seine eigene Entscheidung finden.
So, liebe Katja, Laß dir Zeit beim Entscheiden und genieße auch die Zeit beim "Nicht - daran - Denken" ;)
Liebe Grüße
Charlotte



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Re: Augen-OP

Beitrag von katja » Do 24. Mai 2018, 22:29

Liebe Charlotte,
dass hast du sehr schön geschrieben. genauso werde ich es machen. Ich weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, doch auch dank diesem Forum wurde mir meine Angst ein wenig genommen.
Ich wünsch ein schönes, sonniges Wochenende,

Liebe Gruesse, Katja



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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » So 3. Jun 2018, 23:46

Hallo an alle,
ich habe eine Frage zur Beweglichkeit der Prothese, die ist ja bei meiner ersten "richtigen" Prothese noch nicht so wirklich gut.
Die Prothese ist noch einwandig und die nächste bekomme ich Mitte August - vielleicht wird es dann ja besser mit der Beweglichkeit.
Aber ich bin (mal wieder) ziemlich ungeduldig und hab mir überlegt, ob ich die Augenmuskeln die am Implantat sitzen nicht schon jetzt durch Training etwas stärken kann???
Ich weiß, dass man so ziemlich jeden Muskel durch regelmäßiges Trainieren kräftigen kann, also müßte das doch mit den Augenmuskeln auch gehen???
Wenn ich jetzt mehrmals am Tag so weit wie möglich nach rechts, links, oben und unten schaue, ist das doch wie ein Sportprogramm für die kleinen Muskeln. Da müßten die doch eigentlich ganz schön kräftig werden?
Schaden dürfte es doch wohl nicht - allerdings hatte ich nach zwei Tagen sowas wie Muskelkater im rechten Auge... :roll: und hab erstmal wieder damit aufgehört.
Bin gespannt, wie ihr das seht.
Charlotte



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Bits&Bytes
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Re: Augen-OP

Beitrag von Bits&Bytes » Mo 4. Jun 2018, 04:10

Hallo Charlotte,

ich fürchte fast, dass Du damit nicht weiterkommst. Der Gedanke ist ja theoretisch richtig, wenn es sich um eine Schwäche der Augenmuskeln handeln würde, kann man diese durch Übungen sicherlich in begrenztem Umfang stärken, doch ist dies des Pudels Kern ?
Alles hängt sozusagen von dem Mitnehmeffekt ab, soll heissen, wie gut passen Imlantat und Prothese mechanisch (ohne Reibungsverlust) zusammen.
Nun können wir hier ja jetzt leider nicht beurteilen, wie weit Du mit dem Prothesenauge nach ganz links, bzw. nach äußerst rechts kommst. Ist es vielleicht so, dass das Auge zunächst mitgeht und dann praktisch im Verlauf stehen bleibt ?
Das würde nach meiner Meinung darauf hindeuten, dass die Prothese den Kontakt mit dem Implantat (an einer Stelle) nicht halten kann und sozusagen durchrutscht.
Ideal wäre es natürlich wenn Prothese und Implantat fest verbunden wären, das geht aber natürlich aus den bekannten Gründen nicht. Man hat schon Versuche mit Mitnehmerstiften und Magneten gemacht, wobei allerdings immer die Gefahr der Infektion besteht, käme für mich nicht in Frage. Und ankleben kann man das Kunstauge ja (leider) auch nicht.
Was bleibt also übrig: Die nach Möglichkeit optimale Anpassung der Prothese an das Implantat, die leider bei schwierigen Augenhöhlenverhältnissen in manchen Fällen vermutlich nur durch nehmen eines Abdrucks und entsprechende Kunststoffprothese zu erreichen ist.
Wirklich traurig, das es bei Dir vermutlich so sein könnte, daher mein Rat: Übe Dich noch etwas in Geduld, auch wenn es schwer fällt. Augenmuskelkater ist sicher auch nicht so toll.

Alles Gute

Udo


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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Di 5. Jun 2018, 11:21

Ja Udo,
du wirst Recht haben, dass es nicht so sehr das Problem von zu schwachen Muskeln, sondern mehr ein "Mitnahmeproblem" ist.
Allerdings ist das Implantat auch ohne Prothese nicht sonderlich gut beweglich, also vielleicht doch ein kleines bisschen trainierbar???
Wenn ich es nicht gerade bis zum Muskelkater übertreibe kann etwas "Augenmuskel-Sport" doch hoffentlich nicht schaden :roll: :roll: :roll:
Ansonsten übe ich mich in Geduld und freue mich auf die doppelwandige Prothese Mitte August.
Liebe Grüße
Charlotte



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Re: Augen-OP

Beitrag von Bits&Bytes » Mi 6. Jun 2018, 13:35

Hallo Charlotte,

nee, ich denke Schaden kann ein wenig Augenmuskeltraining nicht. :mrgreen:

Wenn Du einen Laptop mit Kamera hast, gibt es ein entprechendes Windows10-Programm "Kamera". Damit kannst Du dann ein Video von Deinen Trainingsbemühungen und hoffentlich (bald) auch Erfolgen machen. So hast Du auch eine bessere Kontrolle, ob's was bringt.
Hatte ich am Anfang auch gemacht, wollte sehen wie weit ich so komme und dabei gleichzeit auch etwas trainiert :)

(Nur) in den Spiegel sehen, reicht ja nicht und ob Du hier mit Finger auf das Lid legen, wirklich die kleinsten Verbesserungen spüren würdest, mmmh, weiß ich jetzt nicht.

Ja, die Mobilität, oder war es jetzt gleich wieder die Motilität ;),ist ein wichtiges Thema. Gerade im amerikanischen Forum, wird das heiss diskutiert und einige sind dort
wirklich bereit für etwas Beweglichkeitsgewinn sich einen Stift einsetzen zu lassen. Mindestens einer hatte dann auch gleich die tollste Infektion und das Implantat musste wieder entfernt werden.

Sowas wird uns nicht passieren, denke ich doch. :roll: :roll: :roll:

Viele Grüße

Udo


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Re: Augen-OP

Beitrag von Charlotte » Mi 6. Jun 2018, 22:55

Hallo Udo,
danke für die Computer-Kamera-Empfehlung, trifft allerdings bei mir auf extreme Computer-Unkenntnis (und wenn ich ehrlich bin wohl auch auf mangelnde Lust mich mit den Problemen zu befassen).
Immerhin hab ich eben versucht die Kamera mit einem Download zu installieren, bekomme aber den Hinweis "Installation nicht möglich".
Und meine Reaktion: na klar, wusste ich doch, dass ich das nicht so einfach hinkriege :( und schwuppdiwupp hab ich auch keine Lust mehr es noch einmal zu versuchen :cry:
Also: ich bleibe bei meiner "Augen-zu-und-Finger-drauf-Methode" auch wenn ich zugeben muss, dass es etwas ungenauer ist als eine Videoaufnahme.
Die Beweglichkeit über einen Stift zu verbessern kommt für mich wg. Infektionsgefahr auch nicht in Frage.
Nee, da gewöhn ich mich lieber daran immer schön den Kopf mitzubewegen, anstatt nur die Augen.
Morgen geht`s erstmal für zwei Tage nach Holland (Freunde besuchen) und dann werden wir auch den Termin für unseren verschobenen Camping-Hütten-Urlaub in Holland machen.
Mach`s gut und viele Grüße
Charlotte



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