Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Erfahrungen mit den verschiedenen Implantaten.
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Isa
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Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Isa »

Hallo in die Runde,

ich trage seit ca. 47 Jahren eine Augenprothese. Ein Transplantat/Implantat gabe es früher noch nicht. Da sich im Laufe der Jahre meine Orbita verändert hat und das Glasäuglein zunehmend nach innen fiel und klein wirkte, habe ich mich für eine Dermis-Fett-Transplantation entschieden. Das war im Juni'18. Es sei alles gut verlaufen versicherte man mir (an der Uniklinik DUS) und ohne Prothese sieht die Augenhöhle nun schön gepolstert aus. Aber es ist leider unmöglich eine adäquate Prothese anzupassen. Zuerst gab es das (normale) Problem der Schwellung, keine Illig-Schale passte...und nun lässt sich zwar eine Prothese anpassen, aber ich sehe damit aus wie ein "Freak". Es ist viel zu groß und glotzig, die Pupille dreht sich Richtung Mond.Kennt ihr den Schauspieler, Marty Feldman? So sieht es aus! Und mein Okularist (Herr Fischer aus Köln) ist wirklich sehr gut und sehr bemüht zu "zaubern". Das Problem: Im oberen Bereich der Augenhöhle ist nun wahnsinnig viel Platz enstanden, im unteren wenig. Ein kleinere Prothese würde rausfallen. Dann ist die Aufpolsterung auch noch sehr ausgeprägt. Und dann noch dieser Drive nach oben...echt gruselig und ich laufe nun notgedrungen mit Augenkompresse herum. Nun würde ich gerne einen Spezialisten aufsuchen, der sich mit Augenhöhlen sehr gut auskennt und viel Erfahrung habt, um eine Verbesserung zu erwirken. Leider kennt sich meine Augenärztin diesbezüglich nicht aus und zu Uni Düsseldorf fehlt inzwischen das Vertrauen. Hab ihr eine Empfehlung für mich. Ich komme aus Düsseldorf und wäre super dankbar für eure Ratschläge. Liebe Grüße, Isa
Patient81
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Patient81 »

Hallo Isa,

zunächst heiße ich dich herzlich willkommen im Forum.

Sehr bedauerlich, dass das Projekt nicht so gelungen ist wie du es dir vorgestellt hattest.

Aber merkwürdig ist eigentlich, dass keine Illigschale reingesetzt wurde - klar, wegen der Schwellung. Aber eine Illigschale hat ja eigentlich eine wichtige Funktion, sozusagen ein Wegweiser für die endgültige Augenprothese. So habe ich das zumindest bisher verstanden.

Und da kann ich mir eben sehr gut vorstellen, dass sich ohne eine Illigschale die Orbita bisschen ungünstig verwirklicht hat. Natürlich ist das nur meine bescheidene Vermutung, zumal ich auch kein Fachmann bin. Aber als Augenprothesenträger hat man ja auch so kleine Einblicke in die Thematik.


Was die Empfehlung angeht, ist halt so eine Sache. Von Fall zu Fall ist es ja bekanntlich anders.
Wurde die Transplantation in Düsseldorf denn nicht von einem Spezialisten durchgeführt ?

Ich persönlich hatte bislang sehr gute Erfahrungen in Köln - Augenheilkunde der Uniklinik. Bei mir wurde vor 5 Wochen eine Revision der Enukleation vollzogen. Habe also zwei Transplantate bekommen, vom Spender (Lederhaut) und eigene Mundschleimhaut. Habe auch die Illigschale bekommen und ca. 3 Wochen später das Provisorium. Und Ende diesen Monats hoffentlich die endgültige Prothese.

Köln ist ja unweit zu dir. Vielleicht ist das aber eine Alternative für dich, um erst einmal überhaupt eine andere Anlaufstelle zu haben für eine Untersuchung/Meinung.



Beste Grüße

Paient81
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Bits&Bytes
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Bits&Bytes »

Hallo Isa,

es ist wirklich traurig, dass Du diese Probleme mit der Implantatgröße hast. Der Knackpunkt bei diesen DFTs ist ja leider, dass man diese in der Regel größer machen muss, denn der Körper baut in den allermeisten Fällen einen (größeren) Teil der Fettkugel wieder ab und dann wäre das Implantat wieder zu klein.

Daher bin ich immer skeptisch, wenn es heisst, es geht nur noch ein DFT als Sekundärimplantat.

Unser Patient81 hat da Riesenglück gehabt, denn bei einer Revision wird meines Wissens in den allermeisten Fällen ebenfalls das DFT verwendet, siehe unsere Marcy hier, die Dir sicher mehr zu den Möglichkeiten sagen kann und wenn Sie Deinen Post liest, dies vermutlich auch tun wird.

Leider kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen und eine Kunststoffprothese wird auch vermutlich erst dann eine Option sein, wenn das Implanat seine hoffentlich irgendwann endgültige Größe stabilisiert hat.

Ich wünsche alles Gute und halt die Ohren steif.

Udo
Man weiß nie wie stark man ist, solange bis stark zu sein die einzige Wahl ist, die man noch hat.

( Neovaskularisationsglaukom, linkes Auge Amaurose, Enukleation 03.02.2017, 1. Glasprothese 16.02.2017 )
Isa
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Isa »

Ihr Lieben,

vielen Dank für eure Anteilnahme und Einschätzungen! Das DFT ist mein Primärimplantat, vorher hatte ich gar keins. Und ich war zunächst sehr angetan davon, wie "schön" eine Augenhöhle aussehen kann, wenn sie aufgepostert ist. Nur, wenn die Prothese nicht sitzt, nützt es natürlich nix. Ich hatte auch schon die Befürchtung der ungünstigen Entwicklung, da keine Illig-Schale saß und sie ja eine wichtige Funktion hat. Nun habe ich auf Empfehlung Kontakt zur Augensektion der Barmherzigen Brüder in Trier aufgenommen, die haben dort eine Lid-Plastische Abteilung und ich für den 28.08. einen Termin...Beste Grüße, Isa
Patient81
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Patient81 »

Hallo Isa,

dann drücke ich dir fest die Daumen, dass man dir dort zu deiner vollsten Zufriedenheit weiterhelfen wird.

Ich hoffe, du wirst uns darüber berichten. Mich zumindest interessiert das sehr und auch die anderen Mitleser und aktiven User wird das wohl
sehr interessieren.

Besten Gruß

Patient81
Isa
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Isa »

...vielen Dank fürs Daumen drücken! Ich melde mich dann wieder rein und hoffe von positiver Erfahrung berichten zu können. Bis bald hier im Forum und herzliche Grüße, Isa
Marcy
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Marcy »

Liebe Isa,

dann werde ich mal Udos Prophezeiung erfüllen und dir antworten.

Du sagst, dass dies dein erstes Implantat ist und die Enukleation vor etwa 47 Jahren war. Dann sind wahrscheinlich keine Augenmuskeln mehr vorhanden, oder?
Wenn dem so ist, vermute ich, dass das Transplantat sich möglicherweise „verschoben“ hat (es ist ja lebendes Gewebe).

Nach meiner Erfahrung mit dem DFT wäre das mein Erklärungsversuch. Bei mir ist es so gewesen, dass sich über dem Auge ein Sulcus gebildet hat (der korrigiert wurde), aber nach unten hin ist nach wie vor alles gut, weil es von den Augenmuskeln „in Form“ gehalten wird.

Die Augenhöhle verändert sich ja auch immer weiter, vor allem in Richtung oben-außen.

Ich hoffe, du triffst in Trier auf kompetente Ärzte! Ich habe alle OP‘s in Göttingen machen lassen und bin dort rundum zufrieden.

Herzliche Grüße
Marcy
Isa
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Isa »

Liebe Marcy,

nach so vielen Jahren sind in der Tat keine Muskeln mehr vorhanden. Diese Stabilität fehlt dann allerdings. Ein Sulcusproblem habe ich auch. Danke, dass du dich noch reingemeldet hast und ganz liebe Grüße von mir
Charlotte
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Charlotte »

Hallo Isa,

ich war gestern bei meinem Okularisten in Hannover, der neben Glasprothesen auch Gesichtsepithetik, also Acrylprothesen anfertigt.
Ich hatte mit ihm ein längeres Gespräch über die Möglichkeit, in einem Jahr den Übergang zur Acrylprothese zu versuchen.
Vorteil ist dabei die ganz passgenaue Anfertigung nach einem Abdruck der Augenhöhle, damit sind dann schwierige Augenhöhlenverhältnisse sicher besser zu versorgen. Ich könnte mir vorstellen, dass bei dir damit ein etwas besseres Ergebnis zu erzielen ist als das jetzige.
Die Kombination Okularist (Glas) und gleichzeitig Epithetiker (Acryl) gibt es leider nur selten, soweit ich weiß sitzt noch einer in Stuttgart.
Ich würde zumindest mal einen Fachmann, der sich mit beiden Methoden auskennt, draufschauen lassen.
Ich drück dir die Daumen, dass sich noch etwas ändern lässt!
Liebe Grüße

Charlotte
Isa
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Isa »

Liebe Charlotte,

mit der Option einer Acryprothese hatte ich mich noch nie befasst, ist aber eine super Hinweis, sollte es schwierig bleiben mit der Augenhöhle. Ich wusste gar nicht, dass Die in Hannover auch Gesichtsepithetik leisten. Als Kind war ich beim Senior; dann lange Zeit beim Sohn...es ist immer ein erleichterndes Gefühl, dass es noch Möglichkeiten gibt. Danke & Smile!

Liebe Grüße, Isa
Charlotte
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Charlotte »

Liebe Isa,

das ist ja bestens, dass du früher schon in Hannover versorgt wurdest und sowohl den Senior wie auch den Sohn kennst!
Dann weißt du ja auch, dass du dort in den allerbesten Händen bist!
Ich würde an deiner Stelle auch gar nicht lange abwarten, sondern so bald wie möglich einen Beratungstermin machen.
Auch wenn man jetzt erstmal warten muss, bis die Augenhöhle ganz abgeheilt ist, so kann doch trotzdem schon mal überlegt werden, was man ändern kann. Und ich glaube, dein "Marty Feldman-Auge" ;) lässt sich leichter ertragen, wenn du weißt, dass Besserung in Sicht ist.
Ich wünsch dir einen baldigen Beratungstermin!
Liebe Grüße

Charlotte
Isa
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Isa »

Danke, liebe Charlotte!
hookyberlin
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Wohnort: Berlin

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von hookyberlin »

Hallo zusammen,

ich interessiere mich für Dermis-Fett-Transplant (DFT), da ich schon viel über die Implantatabstoßung bei Silikon, Acryl oder Hydroxylapatit gelesen habe. Zumindest bestätigen mir das drei Ocularisten in Berlin und ein weiterer.

Doch wer hat Erfahrungen mit einem Spezialisten, der dies gut kann? Und welche Klinik?

Prof. Hintschich von der Augenklinik in München wurde genannt, doch dort einen Termin zu bekommen, geschweige Antwort auf E-Mails zu erhalten ist geradezu unmöglich.

Kennt jemand einen Spezialisten in Berlin oder Potsdam? Von der Charite habe ich diesbezüglich nicht so viel Gutes gehört.

Für Antworten würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße aus Berlin
Jörg
Winnie
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Registriert: Do 19. Sep 2019, 10:48

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Winnie »

Hallo Jörg,

ich hatte mal von einem spitzen Arzt für Aderhaut-Melanom-Patienten gehört, der an der Charité war und nun eine eigene Praxis/Klinik in Berlin hat. Soll ich mal nach dem Namen fahnden? Bei dieser Art Krebs läuft es oft auf eine Augen-Entfernung hinaus.

Große Erfahrung mit dem oben genannten hat auch die Uni-Klinik Essen. Menschlich ein sau-Laden, aber wohl fachlich sehr gut. Dort wäre ein Anruf auch sinnvoll, ob und welche Implantate die machen. Die haben mehrere Hundert Augen-Entfernungen im Jahr.

Liebe Grüße
Winnie
Marcy
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Registriert: So 16. Apr 2017, 16:46

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Marcy »

Hallo Jörg,

ich habe bei meiner Enukleation erst ein Hydroxylappatit-Implantat bekommen, das sich leider nach einigen Jahren verdreht hatte und ersetzt werden musste. Da hatte mir der Prof. empfohlen, ein DFT zu machen, weil da eben diese Gefahr nicht mehr gegeben ist und es als Sekundär-Implantat wohl die beste Lösung ist. Ich habe alle OP'S, die die Eun betreffen, in Göttingen machen lassen. Ich persönlich habe dort nur hervorragende Erfahrungen gemacht, auch wenn laut der Weißen Liste dort nur wenige solcher Operationen im Jahr gemacht werden.
Es gibt auch regelmäßig - ich glaube einmal im Quartal - dort Sprechtage vom Professor und einem Ocularisten aus Kassel, die sehr gut zusammenarbeiten.
Vielleicht wäre es eine Option für dich, dich dort nochmal beraten zu lassen.

Liebe Grüße
Marcy
Akanthamöbe
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Registriert: Fr 26. Aug 2022, 18:48

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Akanthamöbe »

Ich habe noch mal eine Frage zu dem Eigenfetttransplantat: Bekommt man dann ein Loch im Schenkel? WIrd es vorher abgesaugt? Wie lange vorher? Wird auch Haut entnommen?
Und eine Frage zum Hydroxydings: Wird das am häufigsten genommen?
Dänemarkblau
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Registriert: Mi 17. Aug 2022, 09:06

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Dänemarkblau »

Hallo akantha...
ja sie schneiden ein ca. 25 mm großes stück Haut mit anhängendem Fettgewebe heraus,quasi einen zylinder
es wird kein loch entstehen, aber eine kleine narbe die aber im seitl. slipbereich verschwindet.
dieser zylinder wird dann präpariert und mit der hautseite nach außen zeigend eingesetzt.
alles wird an dem hautrand angenäht, die muskeln und die bindehaut, das gute ist, dass so in der mitte noch unbedeckte haut übrig bleibt, die sich dann zu bindehaut quasi umentwickelt.
denn oft ist zu wenig bindehaut im auge noch da, um die umschlagfalten usw ordentlich auszuführen und dann hält die prothese nicht gut, das wird dadurch vermieden.
ich weiß es so genau, weil ich im internet eine med. auswertung von dr. hintschich gefgunden habe, der es dort ausführlich erklärt und die mittlerweile zahlreichen erfahrungen zusammenfasst.
als primärimplantat ist DFT heute standart, die fettrückbildung beträgt dann meist nur 5% und es gibt keine probleme mit abstoßung oder durchbrechen einen alloplastischen implantates (fest) durch die bindehaut. das sagen auch die occularisten, die meiner meinung nach der allererste ansprechpartner sind, im gegensatz zum augenarzt.
als sekundärimplantat hat man wohl tatsächlich häufig das problem des starken fettrückganges, das kann man aber auch nacharbeiten.
rechtes auge: blind nach bulbusruptur
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Akanthamöbe
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Akanthamöbe »

Schneiden die das in Narkose heraus? Bei der Enu? Also, man bekommt ja eine Kugel (Implantat) und dann noch zum Auffüllen das Eigenfett? Also beides?
Dänemarkblau
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Dänemarkblau »

ja das machen sie alles zusammen während der narkose. aber ich glaube du schmeißt da einiges durcheinander, entweder ein festes (gibt verschiedene materialien) IMplantat oder ein DermisFettTransplantat, nicht beides.
und darüber dann die prothese.
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anthes
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von anthes »

Hallo zusammen, brauche dringend Entscheidungshilfe. Hatte 6 Monate ein festes aber vereitertes Implantat. Nun soll ich Ende September ein Fettimplantat eingesetzt werden. Der Occularist sagt es geht auch ohne. Im Internet steht aber von einer Schrumpfung des Bindehautsackes und damit einer schleichenden regelmäßigen Prothesenverkleinerung. Das Fettimplantat ist zunächst zu groß, bis der Fettabbau zum Stillstand kommt. Also 2 Wochen ohne Prothese nach der OP und nach 6-8 Wochen danach passende Prothese? Dann nach ca 6 Jahren neue Fettimplantat-op? Das Schielen nach oben bei der Prothese entfällt bei der Fettimplantatkugel?
Im Forum wird von Fettimplantaten schon 2017. Da müßte es doch auch im Forum Erfahrungen geben.
Könnt ihr mir helfen, denn auch mit 67 darf man doch ein bischen eitel sein. M f G Anthes
Franz
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Franz »

Entscheidungshilfe kann ich dir nicht geben, aber ich kann dich bestätigen in Bezug auf Eitelkeit im Alter. Ich halte es da ganz mit dir und ich gehe jetzt schon auf die 75 zu.
Ich trage mein Glasauge schon über 65 Jahre. Mir wurde damals ein festes Implantat eingepflanzt. Welches weiß ich nicht, denn ich war zu diesem Zeitpunkt ein Kind mit 9 Jahren. Ich kann dir aber berichten, dass ich mit dem Implantat nie Schwierigkeiten hatte. Die Schwierigkeiten hatte lange Zeit einer meiner Okularisten, der sagte, er könne mir keine Prothese mehr fertigen, da sich das Implantat so weit verschoben hätte, dass er in die Augenhöhle keinen Platz mehr für die Prothese finden könne. Ich sollte mich operieren lassen. Die Klinik bei der ich mich dafür vorstellte, empfahl mir einen Wechsel des Okularisten, was ich dann auch tat. Seitdem gibt es keine Probleme mehr.
LG
Franz
Charlotte
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Charlotte »

Hallo Anthes,
es ist leider wieder mal ziemlich ruhig im Forum, aber ich hoffe es meldet sich trotzdem noch jemand mit DFT-Erfahrung.

Grundsätzlich finde ich es wichtig, ob du dich in deiner Klinik ärztlich gut aufgehoben fühlst.
Wenn ja, dann würde ich dem Arzt und seiner Erfahrung vertrauen und über all deine Bedenken dort nochmal sprechen.
Wenn nein, dann würde ich wahrscheinlich in einer anderen Klinik nochmal eine Zweitmeinung mit entsprechender Beratung holen.

Ich wünsch dir, dass es nach all deinen Problemen jetzt endlich eine gute Lösung gibt!
Liebe Grüße
Charlotte
anthes
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von anthes »

Hallo danke für eure schnelle Reaktion. Eure Antworten bauen mich auf, auch wenn meine Fragezeichen noch bestehen.
LG Anthes
anthes
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Registriert: Mo 27. Mär 2023, 16:36

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von anthes »

Hallo zusammen für die erste Info,
mein Problem hat aber keiner so richtig erfasst. Wie dick wird das Augenimplantat zunächst. da soll sich doch noch Fett abbauen. Ist der Prozess abgeschlossen, wenn die Illig-Schale nach vierzehn Tagen raus kommt? Ist die dann eingesetzte Prothese nur vorübergehend? Ab wann kann man die Prothese anfertigen? Entschuldigt,ich bin halt ein Seelchen und die 6 Monate mit dem vereiterten Korallenimplantat haben das nicht besser gemacht. LG Anthes
anthes
Beiträge: 13
Registriert: Mo 27. Mär 2023, 16:36

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von anthes »

Danke Davidi, den Link kannte ich schon. Eigentlich hatte ich auf Forummitglieder gehofft, die ja schon von 2017 von der OP schreiben. Brauchen die wirklich schon ein neues Implantat (angebliche Lebensdauer 6 Jahre)? Welche Erfahrungen hatten sie mit den Prothesen? Da die Augapfelentnahme im Dezember 2022 war und das Implantat aus Korallengestein vorzüglich passte, hatte aber den Fehler keimbehaftet zu sein. Die Keime konnten sich dann immer in die Korallenkanäle zurückziehen und waren unerreichbar für diverse Antibiotikumtherapien. Erst als nach 7 Monaten endlich der Spezialisten Dienst hatte und ein MRT veranlasste ging es sehr schnell mit der EntnahmeOP. Kann jetzt nicht mehr Ärzten vorbehaltlos glauben/vertrauen. Deshalb bin ich im Forum und hoffe auf Erfahrungen von anderen. Hab auch eine Leidensgefährtin in der Augenarztpraxis. Sie hatte aber andere Komplikationen und sie hat immer noch kein Fettimplantat, welches das Mittel der Wahl in meinem Fall sein soll lt. Arzt. Mein OP-Termin ist Ende September bis dahin möchte ich beruhigt sein. Bitte helft mir. LG Anthes
Franz
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von Franz »

Ich habe nach meinem jetzigen Informationsstand 1958 an der LMU in München ein Korallenimplantat eingepflanzt bekommen. Es ist in der Augenhöhle wohl gewandert, und damit hatte mein vorletzter Okularist seine Schwierigkeiten beim Anfertigen von neuen Prothesen, aber in der Uni Augenklinik in Regensburg hat man mir nicht dazu geraten den Sitz oder gar das Implantat zu korrigieren oder durch ein Neues zu ersetzen. Die Empfehlung war "wechseln sie den Okularisten".
Wenn ein Implantat keimbehaftet ist, dann liegt die Ursache wohl am Umgang der Klinik mit der Hygiene in der es eingesetzt wurde. Vielleicht hätte man das Implantat einfach schnellstens auswechseln sollen. Ich würde durchaus auch den Begriff "multiresistenter Keim" in deinem Zusammenhang betrachten. Damit ist schon mancher Gesunde nach einem Krankenhausaufenthalt als Dauerkranker immer wieder dort vorstellig geworden.
Ich denke, dass du bei Keinem hier im Forum eine für Dich passende Antwort bekommen kannst. Jeder hat seine persönlichen Erfahrungen, die er hier teilt, so wie du auch.
Such dir den Arzt deines Vertrauens und den Okularisten deines Vertrauens und verlass dich auf dich selbst, nicht auf meine guten Erfahrungen und gut gemeinten Ratschläge und die anderer Personen.
LG
Franz
eleni
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Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von eleni »

Mein Auge wurde im Februar 23 entnommen, in der Charité B.Franklin Campus Berlin. Ich bekam ein künstliches Implantat („Plastikkugel“), 3 Wochen nach der OP entzündete sich die Wunde.
Das scheint öfter zu passieren, ähnlich wie bei HüftgelenkOPs können sich Keime bilden, abgesehen davon kann die Keimfreiheit bei jeder OP ein Problem sein. Beim „Plastikimplantat“ aber erhöht.
Besser als das ist ein Dermisfetttransplantat DFT als Alternative, das hat mir vor der OP der Chefarzt von der Augenambulanz Charité Franklin nicht gesagt, wie überhaupt Betreuung und Aufklärung dort sehr sehr minderwertig war.

Danach nun wurde mir ein DFT empfohlen, da die Verträglichkeit sehr viel besser ist. Aha!
Scheinbar konnte das in der Charité B.Franklin keiner, aber die OP wollten die für ihr Haus buchen???
Prof Bertelmann in der Charité Virchow Klinikum Berlin ist der Experte für DFT.
Wenngleich auch hier große Mängel in der Kommunikation und dem menschlichen Umgang bestehen, ist der Eingriff gut verlaufen.
Ich kann die Methode empfehlen, im Auge ändert sich immer mal etwas, das Kunstauge wird sowieso jährlich angepasst und der/die Augenprotetiker*in ist auf lange Sicht das wichtigste.

Statt einer OP hatte ich also 3, das implementieren des DFT ist nun ein halbes Jahr her und Komplikationen sind keine mehr aufgetreten.
Im übrigen stimme ich der Aussage zu, dass eine Beratung beim Augenprotetiker im Vorfeld einer OP sehr wichtig ist/sein kann, genauso wie eine Zweitmeinung und das gründliche Vorgespräch mit dem/der Operateur*in
anthes
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Registriert: Mo 27. Mär 2023, 16:36

Re: Dermis-Fett-Tranplantat und Folgeprobleme

Beitrag von anthes »

dHallo zusammen, hab mich nicht getraut zu schreiben, um nicht als Ningelmaus zu gelten. Die DrmisFettImplantatOP im Dezember schien anfangs gut. Jetzt ein halbes Jahr später ist über dem Auge die Höhle nach Fotovergleich genauso großwie vor der OP. Die Prothesen müssen aber kleiner sein wegen des Lidschlusses. Jetzt fällt auch diezweite immer mal raus ( Vorsicht beim Reiben des Auges, nur von außen nach innen). Mein Augenarzt sagt da geht nichts mehr wegen der Vernarbungen. War gestern beim Prof in der Uni, der schlägt eine OP-wiederholung vor um den Fettaufbau zu optimieren (ähnlich der BrandwundennarbenOP's). Dann würde auch wieder eine größere Prothese passen. Einige schreiben von der Entnahme von Mundschleimhaut, ist das dann Standart? Tut das nicht sehr weh und macht genauso lange Probleme wie die Narbe am Gesäß?
Bitte gebt mir Tipps, bevor die OP-Abteilung Termine vergibt. Danke!!
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